Besser spät als nie …

Startunterlagen

Endlich komme ich dazu den Bericht zu meiner Triathlonerfahrung zu schreiben:

Als ich mir im Oktober/November 2017 ein Herz gefasst habe, um die Herausforderung Jedermann-Triathlon anzugehen hatte ich keine Idee davon was mich erwarten würde. Die Monate der Vorbereitung waren spannend und vergingen überaus schnell. Allerdings war gegen Ende der Vorbereitung etwas die Luft raus. Umso schöner war es, dass ich Samstag, 11.08.18, die Startunterlagen abholen durfte und damit auch den Ort des Geschehens näher begutachten:

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Zunächst habe ich die Wechselzone 2 direkt an der Halle in Augenschein genommen. Nach ein wenig Verwirrung wie die Laufwege zur Wechselzone 2 sein sollen, fand ich den Ort an dem ich am nächsten Tag mein Fahrrad abstellen würde. Die Laufstrecke konnte ich noch nicht erfassen, da die Wege von nicht vollständig aufgebaut waren. Nachdem ich alles genau angesehen hatte, die Startunterlagen abgeholt hatte und mein Teilnehmer T-Shirt, fuhr ich an den See: Der Sieben-Erlen-See ist ein schöner kleiner und vor allem sehr klarer See, der bereits an diesem Tag zum hineinspringen anregte. Die Wechselzone 1 am See war längst aufgebaut, sodass ich tatsächlich auch schon den Abstellplatz für mein Rad finden konnte. Irgendwie beruhigte es mich zu sehen, wie die Laufwege aus dem Wasser sein würden. Auf der Fahrt nach Hause fühlte ich mich schon bedeutend besser als noch am Morgen, denn vor lauter Aufregung hat es mir auf den Magen geschlagen.

Zu Hause angekommen kam der letzte Check aller Sachen, die ich benötigte. Die Reifen wurden noch einmal aufgepumpt, die Kleider gepackt, die Aufkleber auf Helm und Wechselbeutel geklebt und schon war ich bereit früh zu Bett zu gehen, um am Sonntag endlich meinen Jedermann-Triathlon zu bestreiten.

Am Morgen ging alles ziemlich zügig. Am Sieben-Erlen-See angekommen ging es zum Rad-Check-in. Das Fahrrad wurde auf Verkehrstauglichkeit sowie der optimale Sitz des Helms geprüft. Ich suchte meinen Abstellplatz und bereitete meinen Wechsel vor. Zunächst starteten an diesem Tag die Liga-Athleten und Liga-Athletinnen. Dann war es endlich so weit. Vorab ging es schon mal in Wasser und es war angenehm. Ich war aufgeregt, sehr aufgeregt. Und dann ging es auch schon los. Ich stand auf der Startlinie und wartete darauf, dass ich nun ins Wasser kann. Dann war es soweit, ab ins Wasser. Glücklicherweise hatte ich meinen Schwimmcoach (Danke Stefan) direkt neben mir. Zunächst schwamm ich kraul, so wie in der Vorbereitung, allerdings schluckte ich, immer beim Luft holen, das Wasser des voraus schwimmenden Teilnehmers. Also blieb mir nichts anderes übrig, als auf Brustschwimmen umzusteigen. Das lief gut und ehe ich mich versah ging es schon wieder aus dem Wasser heraus. Ich war selbst überrascht, wie schnell ich zum ersten Wechsel gekommen bin. Das Abtrocknen nach dem See war etwas schwierig, allerdings konnte ich die Hose relativ gut anziehen, auf halbfeuchte Haut. Wieder angezogen und den Wechselbeutel gut verschlossen, hieß es raus auf die Radstrecke und vor allen Dingen den Strich fürs Aufsteigen beachten. Dann ging es los, ich setzte mich aufs Rad und fuhr los, der Fahrtwind war sehr angenehm. Der Streckenverlauf durch den Ort war äußerst kurzweilig und die 13 km mit dem Rad verliefen wie im Flug. Ich kam zwar sehr spät aus dem Wasser, da ich auch als letzte ins Wasser gegangen bin, aber auf dem Rad gelang es mir mehrere Teilnehmer zu überholen. Das gab mir ein sehr gutes Gefühl. Vor allem dachte ich, dass ich mit meinem Standard-Fahrrad hinterher fahren würde, aber es kam anders. Kurz darauf kam ich in die zweite Wechselzone am Stadion. Der Strich am Boden zeigte wieder, dass es Zeit zum Absteigen wurde und ich versuchte direkt mit dem Rad in die Wechselzone zu joggen, allerdings wollten meine Oberschenkel das nicht. Entsprechend lief ich sehr seltsam in Richtung Radabstellplatz. Dort ging es dann direkt weiter, nachdem ich den Helm abgelegt hatte ging es auf die Laufstrecke. Ich versuchte ein leichtes Joggen, allerdings waren meine Beine einfach nicht willig dazu. Es muß ausgesehen habe, als hätte ich rohe Eier unter den Füßen. Die Laufstrecke waren ja nur noch 3,3 km. Es war also machbar. Zur Not mußte ich eben walken. Obwohl ich gekoppelt Rad/Joggen trainiert hatte, kam ich unheimlich schlecht in einen ordentlichen Laufschritt. Ich brauchte fast bis zur Hälfte der Strecke bis ich mich mit dem Laufen wohl fühlte. Dann lief es im Grunde wirklich gut. Ich kam im Ziel an und freute mich. Es war geschafft. Nach 1:24:25 war ich schlußendlich im Ziel.

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Meine Urkunde hängt bis zum heutigen Tag an meinem Büroschreibtisch aus dem einfachen Grund, dass man alles erreichen kann, wenn man es wichtig findet.

Mein Fazit:

Eine wahnsinnig beeindruckende Erfahrung, auf die ich stolz bin.  Es war leichter als erwartet.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die mich unterstützt haben und jederzeit an mich geglaubt haben. Hierbei möchte ich Stefan für das Schwimmtraining danken und die Teilnahme am Jedermann-Triathlon, auch wenn du ohne Laufschuhe laufen mußtest. Christel dafür, dass sie mir als wettkampferfahrene Ausdauersportlerin immer wieder den Kopf zurecht gerückt hat. Uwe danke ich für die Hilfe bei der Planung des Trainingszyklus bis zum Triathlon im November 2017. Andrea & Daggy möchte ich für den positiven Zuspruch zu jederzeit herzlich danken. Alex und Steffen bin ich äußerst dankbar dafür, dass ihr trotz Junggesellenabschied am Tag zuvor, am Wettkampf für mich da gewesen seid. Steffen danke ich für den Transport des Fahrrads, sowie die bildliche Dokumentation des Tages.

Vielen Dank!