Bonsai Workshop 17.02.18

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Gestern war es soweit. Ich nahm an meinem ersten Bonsai Workshop teil. Ich hatte bereits eine Chinesische Ulme von Tom geschenkt bekommen. Das Bäumchen wurde am morgen sicher in der Kiste verstaut und schon ging es zum Bonsai Zentrum Heidelberg.

Nachdem das Navi mich unbedingt durch eine gesperrte Straße leiten wollte, entschied ich mich einfach den Umleitungsschildern zu folgen. Ich kam an und konnte bereits einige Teilnehmer des Workshops sehen. Zunächst einmal wurde ich begrüßt und die wichtigste Frage wurde auch sofort geklärt. Lebt meine Chinesische Ulme noch, oder hat sie es nicht überstanden? Es wurde sofort ein Messer gezückt um zu sehen, ob noch Leben in dem Bäumchen steckt oder nicht. Leider hat er es nicht überstanden. Der Workshop sollte mir helfen, dass ich in Zukunft meinen Bonsai optimal verpflege und nicht das Gegenteil erreiche. Am morgen wurde zunächst eine theoretische Einführung zur Bodenkunden, Pflanzenschutz und den verschiedenen Gestaltungsarten gegeben. Danach ging es an das Aussuchen eines passenden Bonsai-Rohlings für die Teilnehmer. Da ich die Gelegenheit habe meinen Bonsai im Garten zu beheimaten, entschied ich mich für einen Ahorn. Das ist laut unserem Kursleiter Wolfgang Gärtner ein Baum, der gerade deshalb für Anfänger geeignet ist, weil dieser Baum in unseren Gefilden zu Hause ist.

Da ich ohnehin einen Ahorn wollte passte das sehr gut. Leider hat der Baum jetzt im Winter keine Blätter und sah deshalb noch ein wenig traurig aus zwischen den vielen Exponaten mit Nadeln oder Blättern, die teilweise auch innen überwintert werden. Wenn ich aber ganz ehrlich bin, gehört ein Baum doch an die frische Luft. Der passende Rohling war schnell gefunden, ein ganz junges Exemplar und die dazu gehörige Schale wurde mir vom Kursleiter ausgesucht und ich finde, sie passt perfekt.

Bevor es dann an das praktische Arbeiten ging, gab es eine asiatische Nudelpfanne, sodass wir alle gestärkt an die Arbeit gehen konnten. Zunächst wurde ein Bonsai (chinesische Ulme) exemplarisch gestaltet und umgetopft. Die Blätter wurden beschnitten, sowie Äste gedrahtet. Obwohl ein Bonsai, als Baum in der Schale, klein und zart wirkt, werden die Wurzeln teilweise recht rabiat behandelt und beschnitten, um ein optimales Umsetzen zu gewährleisten. Nun waren wir selbst an der Reihe und es ist tatsächlich nötig, dass die Wurzeln ordentlich ausgeharkt werden, um das Wurzelgeflecht besser zu erkennen.

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Am Ende als ich meinen Bonsai eingepflanzt hatte war ich zufrieden und dachte direkt daran einen zweiten zu kaufen. ABER, da das Bonsai-Hobby für mich den Hintergrund hat mich in Geduld zu üben, freute ich mich über eine gutes Wurzelstück, dass vom Beispiel-Bonsai übrig war. Die Wurzel ist nun gewässert und ich hoffe, dass etwas austreibt.

Eines weiß ich ganz gewiß. Ich war ganz sicher nicht zum letzten Mal in Heidelberg, denn alleine die Ausstellung zu sehen lohnt sich. Es ist schön zu sehen, wie gut selbst Zieräpfel gedeihen, die Früchte in Größe von Kirschen tragen. Alles in allem war es ein informativer Workshop und ich konnte vieles Erfahren, dass mir Bücher nicht zeigen konnten.