Qi Gong und Clubride (w3)

Die schwierigste Trainingswoche ist immer die nach einer Pause. Sicherlich war ich das ein oder andere Mal laufen während meiner Urlaubszeit von 3 Wochen, allerdings nicht so strukturiert wie es normal gewesen wäre. Außerdem hatte ich Besuch von einer Bronchitis. Daher war das Joggen am Strand doch wohl eher ein Sightseeing als ein Training.

Dementsprechend war der Trainingseinstieg an der Reihe. Die Woche startet bekanntlich mit Montag und da Radfahren nicht so unbedingt meine Leidenschaft ist, bin ich direkt im Indoor-Cycling-Kurs gelandet. Die Stunde war härter als gedacht, aber natürlich war auch das machbar. Danach war ich stolz wie Oskar erst mal duschen und wurde mit einem freudigen „du hast ja noch einen Bikini an“ unter der Dusche begrüßt. Kurz darauf war auch mir klar, dass meine Bräunungsränder gemeint waren. Trotzdem war die Situation lustig und mein Gesicht sicherlich herrlich fragend.

Am nächsten Tag war dann mein Erstkontakt mit Qi Gong geplant. Ich hatte Kopfschmerzen zuvor, habe mir aber fest vorgenommen den Kurs zu besuchen. Gesagt getan. 90 min Qi Gong waren für mich wie eine Tür zu einer unbekannten Welt. Zunächst war Aufwärmen bzw. Einstimmen angesagt. Ich muss zugeben, dass selbst beim Aufwärmen Übungen dabei waren, die mir nicht gerade leicht gefallen sind. Dann ging es zum Hauptteil. Das Chi wurde geweckt. Ich stellte fest, dass ich die ganze Zeit über eine gute Durchblutung spürte, sodass sogar meine Fingerspitzen angenehm warm waren. Leider konnte ich mir die Namen der Übungen nicht merken, aber ich war intensiv mit den einzelnen Übungen beschäftigt. Kein Gedanke hatte auch nur den Hauch einer Chance mich zu stören in meiner Übung. Das war eine Neuigkeit für mich. Warme Hände und voll bei der Sache, was konnte noch kommen? Qi Gong bietet für mich die Gelegenheit meinen Körper in einer Bewegung nicht nur zu fühlen, sondern sogar zu spüren welcher Muskel zu welchem Zeitpunkt in die Bewegung eingreift. Es ist so als könnte ich mich intensiver beobachten als sonst. Kurzum, ich bin begeistert und freue mich schon auf die nächste Stunde.

Am Mittwoch habe ich meine biometrischen Daten erfasst. Morgens um 6:30 und nüchtern, sodass ich eine optimale Vergleichbarkeit schaffe. Was klar ist, ich trage zu viel Gewicht (Fett) mit mir herum und nun habe ich einen Status Quo festgelegt, von dem ich nun spätestens 1 mal im Monat einen Abgleich machen werde. Das weitere Training in der zweiten Wochenhälfte umfasste ausschließlich Ausdauereinheiten. Das Krafttraining wird in der nächsten Woche integriert, denn diese Woche stand noch eine kraftraubende Trainingseinheit bevor.

Am Samstag war Clubride in der Freizeitanlage Barth. Dabei handelt es sich um ein Indoor-Cycling-Event der Spitzenklasse. 120 Räder waren gebucht, 3 Trainer und 4,5 Stunden Training bei bester Stimmung waren geboten. Ich war dabei und das, obwohl Radfahren eher so eine Hass-Liebe ist, aber das Ziel Triathlon steht an. Vorab habe ich bei den Veranstaltern eine ordentliche Fahrradhose gekauft und das hat sich direkt ausgezahlt. Wer viel Rad fährt, oder das plant, sollte die richtige Hose dazu haben, ich habe in der letzten Woche und vor dem Urlaub mit einer Unterziehhose für das Rad mein Training absolviert und hatte 2 Tage später das Gefühl, ich könnte mich nie wieder irgendwo hinsetzen. Ich muss zugeben 4,5 Stunden waren für mich doch zu lange. Daher bin ich die erste Stunde gefahren, hatte dann eine etwas längere Pause und bin in der zweiten Stunde verspätet wieder eingestiegen. Die dritte Stunde war gerade von der Stimmung noch einmal ein echtes Event:

Die letze Fahrt sollte 90 min dauern. Da ich bereits am Ende der dritten Stunde spürte, dass meine Beine schwächelten, fuhr ich den letzten Teil nicht mehr mit. Nach 2:33 Trainingsdauer war ich äußerst zufrieden, denn es handelt sich ja immer noch um die erste Trainingswoche nach dem Urlaub.

Diese Woche war gegen alle Erwartung doch nicht so schwierig, wie ich gedacht hatte. Natürlich wollte mir mein Gehirn das ein oder andere Mal den Tipp geben, ich sollte mich besser ausruhen, aber ich habe mein Training weiterverfolgt und bin damit mehr als zufrieden. Heute ist Pause angesagt, um meinen Körper nicht schon in dieser Woche zu überlasten.